Montag, 22. August 2016

NordLB stößt Kredite für bis zu 100 Schiffe ab

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) will ein Portfolio von Schiffsfinanzierungen an KKR Credit und einen Staatsfonds veräußern. Es geht um 1,5 Milliarden US-Dollar. Die mit KKR Credit getroffene Vereinbarung steht nach Mitteilung der NordLB noch unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen.

NordLB-Zentrale in Hannover

Das Ausgangsportfolio mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Mrd. US-Dollar (ca. 1,3 Mrd. Euro) werde bis zu 100 Schiffe umfassen und soll der Gründung einer Schiffsportfolio-Managementgesellschaft dienen, die die Investoren gleichzeitig mit dem Abschluss der Transaktion aufbauen werden. Diese Gesellschaft soll auch anderen Banken für das Management ihrer Portfolios offenstehen, so NordLB.

Die Bank will mit der Transaktion ihr Kreditvolumen in der weiterhin kriselnden Handelsschifffahrt verkleinern. Zielsetzung ist eine Reduzierung der Schiffsfinanzierungen von derzeit 18 Milliarden Euro auf künftig zwölf bis 14 Milliarden Euro.

Die Transaktion werde voraussichtlich im vierten Quartal 2016 abgeschlossen sein und soll als Verbriefung strukturiert werden, wobei die NordLB und die Investoren beide als Erstinvestoren fungieren werden. Die NordLB wird das Portfolio demnach zunächst nicht komplett los, sondern bleibt indirekt daran beteiligt. Über die Konditionen sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart worden, so die Mitteilung.

Die NordLB gehörte zu den größten Finanzierern von Schiffen, darunter auch diverse Publikumsfonds. Ob von der Transaktion mit KKR auch Fondsschiffe betroffen sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor.