Freitag, 11. März 2016

Lacuna sieht Energiewende in Gefahr

Der Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums zur EEG-Novelle 2016 stößt auf heftige Kritik aus der Branche der Windparkbetreiber. Trotz massiver Warnungen aus der Branche werde darin weiterhin an einer Restriktion des Ausbaus Erneuerbarer Energien festgehalten, teilt die Lacuna AG aus Regensburg mit.

Ottmar Heinen

Der Windenergie an Land, bisher einer der Haupttreiber der Energiewende, werde eine variable Fördermenge, abhängig vom Zubau der anderen Erneuerbaren Energien, aufgezwängt. Planungssicherheit sehe anders aus, so die Mitteilung. Große Windparkbetreiber wie Lacuna würden nun um die Zukunft der Energiewende fürchten.

In dem Gesetzentwurf, der am 1. März veröffentlicht wurde, werden die Pläne zum schon länger angekündigten Ausschreibungsverfahren konkretisiert. „Dass das Ausschreibungsverfahren nicht förderlich für den Ausbau Erneuerbarer Energien sein wird, ist hinlänglich bekannt. Die Branche ist jedoch stark genug, um dieses Problem handhaben zu können. Die variable Untergrenze der Ausschreibungsmenge für Windenergie an Land ist jedoch ein Schlag ins Gesicht für jeden seriösen Anbieter“, kommentiert Ottmar Heinen, Geschäftsführer der Lacuna Projekt GmbH, den Entwurf.

Die Windenergie an Land soll laut demnach eine variable Fördermenge, abhängig vom Ausbau anderer Erneuerbarer Energien, erhalten. „In einer für einen solchen Entwurf höchst ungewöhnlichen Formulierung, schlägt das Ministerium einen Förderkorridor zwischen xxx MW (brutto) und 2.500 MW (netto) pro Jahr vor“ heißt es in der Mitteilung. „Die variable Fördermenge nimmt den Windparkbetreibern jegliche Planungssicherheit“, so Heinen.

Die Lacuna wolle dennoch den Ausbau von Windkraftanlagen fortsetzen: „Wir werden uns auch in einem schwierigen Umfeld weiter behaupten und auch dieses Jahr weitere Windkraftprojekte starten. Da die Energiewende faktisch und sinnvollerweise unausweichlich ist, wird hoffentlich auch die Politik bald wieder positive Impulse senden“, so Heinen weiter. Dass die geplanten Änderungen aber erst einmal „strukturelle Verwerfungen in der gerade auch international erfolgreichen deutschen Windindustrie“ bewirken, wie der Bundesverband Windenergie befürchte, könne dabei nicht ausgeschlossen werden.

„Bisher hat sich die deutsche Windbranche exzellent entwickelt, ist technologisch Vorreiter und sichert Arbeitsplätze für 130.000 Menschen. Dieser Status gerät nun in Gefahr“, warnt Heinen.

Foto: bildraumwest.de