Donnerstag, 7. Januar 2016

KfW: Bei 44 Prozent der Renewable-Investitionen an Bord

Die KfW-Bankengruppe hat 2013 und 2014 rund 44 Prozent der in Deutschland neu installierten elektrischen Leistung aus erneuerbaren Energiequellen gefördert.

KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner

Dies ergab nach Mittilung der öffentlich-rechtlichen KfW-Gruppe eine Evaluierung durch das Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Die angestoßenen Investitionen in die Strom- und Wärmeerzeugung belaufen sich demnach auf 14,4 Milliarden Euro. Auf Windkraftanlagen an Land entfiel mit 70 Prozent der Großteil der mitfinanzierten Investitionen, gefolgt von Fotovoltaik mit 15 Prozent.

„Die KfW beschleunigt nicht nur den Ausbau der Energieeffizienz in Gebäuden und Produktionsprozessen. Die KfW-Förderprogramme für Erneuerbare Energien unterstützen auch maßgeblich den angestrebten Umbau der deutschen Energieversorgung hin zu regenerativen Energieträgern. In Summe verringert das die Energieimporte Deutschlands merklich und erhält Tausende Arbeitsplätze, vor allem im Mittelstand“, sagte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Durch Produktion und Bau der Anlagen konnten nach Angaben der KfW 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland für ein Jahr gesichert bzw. neu geschaffen werden. In Betrieb und Wartung dieser Anlagen finden 20 Jahre lang weitere 3.500 Personen jährlich Beschäftigung, teilte die Bankengruppe mit. Rund 74 Prozent der Arbeitsplätze seien in kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern entstanden.

Durch die von der KfW geförderten Anlagen werden laut Studie jährlich deutsche Energieimporte von 520 Millionen Euro vermieden. Über die angenommene Anlagennutzungsdauer von 20 Jahren summieren sich die eingesparten Energieimporte demnach auf 10,4 Milliarden Euro.