Montag, 22. August 2016

Hapag Lloyd: Lichtblicke in der Containerschifffahrt?

Der Vorstandsvorsitzende der Reederei Hapag-Lloyd, Rolf Habben Jansen, sieht positive Signale für die Marktsituation in der Containerschifffahrt.

„Es gibt aus meiner Sicht einigen Grund zu vorsichtigem Optimismus“, sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift „manager magazin“. Viele Reedereien hätten eingesehen, „dass es so auf Dauer nicht weitergehen kann – immer nur investieren, aber nie wirklich Geld verdienen.“

Zu den positive Zeichen zählt Habben Jansen in dem Interview einen deutlichen Rückgang der Schiffsbestellungen. Gleichzeitig würden immer mehr unwirtschaftliche Schiffe verschrottet. Hinzu komme die aktuelle Konsolidierungswelle und der Zusammenschluss zahlreicher Großreedereien.

Zugleich registriere er mehr Vernunft und Preisdisziplin in der Branche, auch bei Linien mit staatlichem Hintergrund. „Die gute Nachricht ist, dass die meisten Reedereien inzwischen auch Geld verdienen müssen – egal wem sie gehören“, zitiert das Magazin den Reederei-Chef.

Hapag-Lloyd gehörte zumindest im ersten Halbjahr 2016 allerdings noch nicht zu den profitablen Unternehmen. Vor zwei Wochen meldete die Reederei für diesen Zeitraum einen deutlichen Verlust nach „enttäuschender Ratenentwicklung im ersten Halbjahr.“ Auch diverse Schiffsfonds befinden sich weiterhin in finanziell sehr schwierigem Fahrwasser.