Freitag, 20. Mai 2016

30 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im Q1

Im ersten Quartal 2016 wurden in Deutschland 30,6 Prozent oder knapp 20 000 mehr Baugenehmi­gungen für Wohnungen erteilt als in den ersten drei Monaten 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde im ersten Quartal 2016 der Bau von insgesamt 84 800 Wohnungen genehmigt. Eine höhere Zahl hatte es in einem ersten Vierteljahr zuletzt im Jahr 2004 gegeben (88 900).

Außenansicht des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden

Von den im ersten Quartal 2016 genehmigten Wohnungen waren 71 200 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (plus 28,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Dieser starke Zuwachs zeigte sich gleichermaßen in allen Gebäudearten, und zwar in Einfamilienhäusern (plus 23,0 Prozent beziehungsweise 4 700 Wohnungen), in Zweifamilienhäusern (plus 26,8 Prozent oder 1 200 Wohnungen) und in Mehrfamilienhäusern (plus 23,7 Prozent um 6 800 Wohnungen).

Mehr als verdoppelt haben sich die Baugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen (plus 146,8 Prozent beziehungsweise 3 100 Wohnungen). Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Flüchtlingsunterkünfte, so Destatis.

Die Zahl der genehmigten Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, die zu neuen Wohnungen führten, erreichte von Januar bis März 2016 mit 12 500 Wohnungen den höchsten Wert seit dem ersten Quartal des Jahres 1997 (14 400).

Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,1 Millionen Kubikmeter auf 46,7 Millionen Kubikmeter (plus 15,1 Prozen). Diese Entwicklung ist nach Angaben von Destatis überwiegend auf einen Anstieg der Genehmigungen bei den nichtöffentlichen Bauherren (plus 16,3 Prozent) zurückzuführen. Bei den öffentlichen Bauherren fiel die Zunahme der Genehmigungen geringer aus (plus 4,6 Prozent).