Donnerstag, 29. Oktober 2015

US-Immobilien: Chancen für deutsche Anleger

Für US-Immobilien-Anlagen in alternative Investmentfonds (AIFs) gibt es aktuell Angebote von Jamestown, Wealth Cap, und TSO-DNL.

Das Kölner Emissionshaus Jamestown hat den Publikumsfonds Jamestown 29 im Portfolio. Im Mittelpunkt der Investitionsstrategie stehen Gewerbeimmobilien, vorwiegend in Büro- und Einzelhandelsobjekte in den Metropolregionen der Ost- und Westküste der USA.

Eines der ersten Investitionsobjekte ist das Büroobjekt “America‘s Square” in Washington, D.C., das einem einem Joint Venture von Jamestown 29 und Jamestown Premier, einem offenen US-Immobilienfonds für institutionelle Anleger, gehört. Das Gebäude verfügt über rund 43.000 Quadratmeter vermietbare Fläche. Zu den Mietern zählen unter anderem die Anwaltskanzlei Jones Day sowie Siemens. Nebst “America‘s Square” hat der Fonds in Südflorida zwei Shoppingcenter in West Palm Beach und Boca Raton erworben. Die Immobilien sind langfristig zu rund 96 Prozent vermietet.

Jamestown startete den Vertrieb im September 2015. Das Emissionshaus will zwischen 75 und 750 Millionen US-Dollar Eigenkapital einwerben, abhängig von von der Verfügbarkeit geeigneter Immobilien und dem Interesse von Privatanlegern. Die Mindestzeichnungssumme liegt bei 30.000 US-Dollar. Für Anleger, die aufgrund anderer US-Einkünfte bereits über eine US-Steuernummer verfügen, beträgt die Mindestbeteiligung 20.000 US-Dollar. Es kommen jeweils fünf Prozent Agio hinzu. Das Kapital wird voraussichtlich sieben bis zwölf Jahre gebunden sein. Vorgesehen sind ab dem 1. Januar 2016 jährliche Ausschüttungen von 4,5 Prozent sowie bei Verkauf und Auflösung des Fonds 110 Prozent, jeweils vor Steuern und bezogen auf das eingezahlte Eigenkapital ohne Ausgabeaufschlag.

Der Münchener Initiator Wealth Cap bietet deutschen Anlegern seit Juni 2015 den Ein-Objekt-Fonds Immobilien Nordamerika 16 an. Das Management investiert in eine Immobilie im kalifornischen Mountain View im Zentrum des Silicon Valley. Das Gebäude verfügt nach Angaben des Initiators über einen langfristigen, indexierten Mietvertrag. Der Mieter Quixey, der eine Suchmaschine für Smartphones entwickelt, hat Investoren wie Alibaba und Goldman Sachs. Wealth Cap strebt eine laufende Ausschüttung von 5,25 Prozent und eine Laufzeit von acht Jahren an. Investoren müssen mindestens 30.000 US-Dollar investieren.

TSO-DNL, eine Partnerschaft der Düsseldorfer DNL Real Invest AG und der in Atlanta ansässigen TSO – The Simpson Organization, investiert ebenfalls in US-Gewerbeimmobilien. Aktuell hat der Initiator den Semi Blindpool Active Property im Portfolio. Die im November 2014 gestartete Beteiligungsgesellschaft ist in der Rechtsform einer Limited Partnership nach dem Recht des US-Bundesstaates Georgia organisiert.

Das Management setzt auf die Entwicklung unterbewerteter Objekte mit hohen Leerstandsquoten im Südosten der USA. Hierbei sollen entweder Grundstücke erworben und neu bebaut oder bereits bestehende Gewerbeimmobilien umfangreich saniert oder umgebaut, operativ betrieben und schließlich veräußert werden. Die Laufzeit beträgt laut TSO-DNL zehn Jahre. Während der Bewirtschaftungsphase sollen die Anleger eine Vorzugsausschüttung von acht Prozent pro Jahr erhalten. Die Mindestbeteiligung beläuft sich auf 15.000 US-Dollar plus fünf Prozent Ausgabenaufschlag.