Mittwoch, 23. Dezember 2015

Studie: Interesse des Vertriebs an Immobilien-AIF gestiegen

Der Anteil von Vertrieben, die keine Immobilien-AIF vermitteln, ist nach einer Studie von WealthCap deutlich zurückgegangen.

Objekt aus dem aktuellen WealthCap Fonds Deutschland 38: ZOB in München

Nach der “Trendstudie Immobilien Deutschland 2015″ des Emissionshauses ist der Anteil der Vertriebe ohne AIF-Platzierung gegenüber dem Vorjahr von 22,1 auf 8,9 Prozent zurückgegangen. Deutlich angestiegen ist demnach vor allem der Anteil der Vertriebe, die ein Vermittlungsvolumen zwischen fünf und 50 Millionen Euro angeben.

Das Interesse an Immobilien-Investments wird demnach weiter steigen. Nur jeder zehnte der Teilnehmer aus allen Vertriebskanälen glaubt, dass ihre Bedeutung als sinnvolles Investment nicht weiter wachsen wird.

Dabei bleibt bei der Auswahl eines Publikums-AIFs mit deutschen Immobilien die Objekt- und Standortqualität mit 88,4 Prozent (Vorjahr: 95 Prozent) das wichtigste Entscheidungskriterium. Die Leistungsbilanz und Historie des Anbieters folgt mit 74,4 Prozent (73 Prozent) als zweitwichtigstes Kriterium.

Als Hindernisse werder die eingeschränkte Handelbarkeit und die Laufzeit gewertet, wobei die Laufzeit als einschränkende Größe in Zeiten historisch niedriger Zinsen an Gewicht verliere. Die Mindestzeichnungssumme spielt aus Sicht der Teilnehmer hingegen praktisch keine Rolle.

Büroimmobilien gewinnen mit 67,5 Prozent (56 Prozent) weiter an Beliebtheit, gefolgt von Einzelhandel und Wohnen. Die Renditeanforderungen sinken für alle Nutzungsarten.

Büros auch in den USA bevorzugt

Erstmals wurden die Einschätzungen zum US-Immobilienmarkt abgefragt. Über 75 Prozent der Befragten stufen die Vereinigten Staaten als interessante Investitionsadresse ein. Auch in den USA ist die Objekt- und Standortqualität mit 96,7 Prozent am bedeutsamsten. Bei möglicher Mehrfachnennung bevorzugen 86,7 Prozent Büroinvestitionen, 50 Prozent Einzelhandel und 20 Prozent Wohnen. Die Renditeerwartungen liegen abhängig vom Konzept über denen an deutsche Immobilienfonds.

Nach Angaben von Wealth Cap nahmen 50 Geschäfts- und Privatbanken, Sparkassen und Raiffeisenbanken sowie freie Finanzdienstleister an der Studie teil, die im November und Dezember mittels eines Online-Fragebogens zum vierten Mal in Folge durchgeführt wurde.