Dienstag, 10. November 2015

Infinus-Prozess steht vor Tür

Nächste Woche startet der Prozess gegen den Infinus-Gründer sowie fünf weitere Manager in Dresden. 13 Verhandlungstage bis Ende 2015 wurden terminiert.

20 Monate nach Bekanntwerden des Finanz-Skandals um die Infinus-Gruppe hatte die Dresdener Staatsanwaltschaft im Juli 2015 Anklage gegen sechs Männer erhoben.

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts wertet die Taten als bandenmäßigen Betrug. Der Mitangeklagte Andreas K. ist nach derzeitiger Bewertung der Kammer nur der Beihilfe, nicht aber der Mittäterschaft hinreichend verdächtig.

Untersuchungshaft dauert an

Die Anklageschrift umfasst 757 Seiten. Im Tatzeitraum (1. Januar 2011 bis 5. November 2013) hatten laut Anklage 22.000 Geschädigte insgesamt 312 Millionen Euro bei der Infinus-Konzernmutter Fubus angelegt. Laut Staatsanwaltschaft ist davon auszugehen, dass seit 2001 rund 54.000 Anleger rund 2,1 Milliarden Euro bei der Infinus-Gruppe investiert hätten.

Grund für die Beschränkung ist das Beschleunigungsgebot in Haftsachen, das den Angeklagten in Untersuchungshaft ein zügiges Verfahren ermöglichen soll. Gegen fünf Angeklagte wurde Anfang Oktober der weitere Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Für den Mitangeklagten Jens P. bleibt die Untersuchungshaft außer Vollzug.

Der erste Verhandlungstag im Strafprozess gegen die Infinus-Manager ist der 16. November. Für die Hauptverhandlung sind zunächst insgesamt 13 Verhandlungstage bis Ende des Jahres terminiert. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, lässt sich kaum abschätzen.