Montag, 23. November 2015

Einkaufszentren: Starkes Flächenwachstum in Europa

Der europäische Markt für Einkaufszentren wird laut Cushman & Wakefield weiter stark zunehmen. Potenzial haben vor allem Istanbul, Ankara, London, Sofia und Prag.

Die Zahl europäischer Einkaufszentren wird sich nach dem aktuellen Bericht „European Shopping Centre Report“ des Immobilienberaters Cushman & Wakefield weiter dynamisch entwickeln.

Demnach betrug die Einkaufsfläche innerhalb Europas im ersten Halbjahr 152,6 Millionen Quadratmeter.

Fächenzuwachs im zweiten Halbjahr verdoppelt

Die Verfasser der Studie gehen davon aus, dass die Zahl von 1,4 Millionen Quadratmetern Einkaufsfläche, die bereits im ersten Halbjahr 2015 europaweit dazu gekommen sei, sich bis Ende 2015 nochmals verdreifachen werde.

Vorreiter dieser Entwicklung seien vor allem Russland, die Türkei und Polen mit 61 Prozent der Shopping-Flächen, gefolgt von Frankreich und Großbritannien.

Bis Ende 2016 werden der Studie zufolge insgesamt voraussichtlich weitere 9,7 Millionen Quadratmeter an neuer Fläche in Einkaufszentren hinzu kommen.

Cushman & Wakefield benennt die Städte Istanbul, Ankara, London, Sofia und Prag dabei als die Standorte mit den größten Investitionsaussichten für internationale Investoren.

Wichtige Standorte noch unterversorgt

„Die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Investoren für ein Investment sind zum einen die Dynamik der Wirtschaft und zum anderen die Marktsättigung an den betreffenden Standorten. Unsere Analyse zeigt, dass Istanbul, Ankara, London, Sofia und Prag zu den Städten gehören, die unterversorgt sind und zeitgleich ein überdurchschnittliches Wachstum an Einzelhandelsumsätzen aufzeigen. Genau solche Städte bieten daher beste Zukunftsaussichten – sowohl für bestehende Einkaufszentren als auch für Neubauprojekte“, sagt Justin Taylor, Head of EMEA Retail bei Cushman & Wakefield.

Die Studie zufolge wurden im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 17,8 Milliarden Euro in die Entwicklung von Europas Einkaufszentren investiert.

Dies entspreche einem Anstieg um 71 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2014. Dabei gab es allein in Großbritannien, Deutschland und Spanien Investitionen in Höhe von 7,4 Milliarden Euro und damit 42 Prozent der Gesamtsumme.

Während der überwiegende Teil der Investitionen in Westeuropa getätigt wurden, das zeitgleich mehr als doppelt so viele Flächen an Einkaufszentren habe wie die CEE-Region, sei insgesamt festzustellen, dass die Suche nach guten Renditen in den CEE-Märkten deutlich anziehe.