Montag, 26. Juni 2017

Das Erbe des BSI

Der BSI wird in den ZIA integriert und aufgelöst. Der langjährige Hauptgeschäftsführer Eric Romba hört auf. Was bleibt vom BSI? Der Löwer-Kommentar

„Die Regulierung wäre ohne den BSI mit Sicherheit noch weitaus übler ausgegangen.“

Seit vergangener Woche steht fest: Ende 2017 ist der Sachwerteverband BSI Geschichte. Dann treten die verbleibenden Mitglieder dem Immobilienverband ZIA bei. Auch die zehn Mitarbeiter der BSI-Geschäftsstelle werden vom ZIA übernommen und bilden dort die Sparte „Investitionskapital“. Anschließend soll der BSI liquidiert werden.

Für die Branche ist das eine Zäsur. Zwar war der Verband vor allem in den letzten Jahren nicht unumstritten, aber er hat die Sachwertbranche seit 2005 maßgeblich geprägt. Im März jenen Jahres übernahm Eric Romba das Ruder in der Interessenvertretung, die erst kurz zuvor von Verband geschlossene Immobilienfonds (VGI) in Verband geschlossene Fonds (VGF) umbenannt worden war und sich damit weiteren Branchen öffnete.

Zuvor hatte der VGI zwar für Immobilienfonds eine gewisse Bedeutung, außerhalb der Branche war er jedoch weitgehend wirkungslos und ohne wesentlichen politischen Einfluss.

Vom grauen zum weißen Kapitalmarkt

Romba schaffte es, mit Hilfe einiger einflussreicher Initiatoren, den Mitgliederkreis erheblich zu erweitern (in der Spitze bis auf 45 Vollmitglieder), eine professionelle Geschäftsstelle in Berlin und später auch eine Vertretung in Brüssel aufzubauen und entsprechenden politischen Einfluss zu gewinnen.

Dabei begleitete der Verband auch die gesetzgeberischen Schritte vom grauen zum weißen Kapitalmarkt und benannte sich 2013 nach der Regulierung durch das KAGB in BSI Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen um.

Ausdruck der zunehmenden Professionalisierung war auch die Einrichtung der Ombudsstelle Geschlossene Fonds, die im Februar 2017 als „Ombudsstelle für Sachwerte und Investmentvermögen“ vom Justizministerium den Ritterschlag als offizielle Verbraucherschlichtungsstelle erhalten hat. Sie wird als eigenständige Einrichtung erhalten bleiben.

Seite 2: Streitpunkt Regulierung

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