Freitag, 21. Dezember 2018

Private Equity Fonds versilbert „Turmcenter“

Der Fondsmanager Benson Elliot hat mit dem Verkauf des einstigen Pleite-Objekts “Turmcenter” in Frankfurt einen beachtlichen Gewinn realisiert.

Das „Turmcenter“.

Einer Mitteilung des britischen Private Equity Fondsmanagers Benson Elliot zufolge wurde das Gebäude für 155 Millionen Euro an einen von UBS betreuten internationalen Investor verkauft. Demnach erhalten die beteiligten Investoren eine Ausschüttung in Höhe des 3,5-fachen des eingesetzten Kapitals, also einen Gewinn von 250 Prozent.

Das 21-stöckige Gebäude war im Dezember 2013 leerstehend mit dem Ziel einer umfassenden Sanierung erworben worden, so die Mitteilung. Das 2016 wieder eröffnete Turmcenter weist demnach mittlerweile einen Vermietungsstand von 85 Prozent auf.

Ankaufsrendite 3,9 Prozent

Die Mietverträge haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von rund 9,3 Jahren, teilt UBS Asset Management zu dem Ankauf mit. Der Preis reflektiere eine Ankaufsrendite von rund 3,9 Prozent.

Das ursprünglich 1970 errichtete Hochhaus war 1998 Objekt eines geschlossenen Fonds. Wertansatz damals: 252 Millionen D-Mark (rund 129 Millionen Euro). Das Gebäude war seinerzeit vollständig vermietet, Hauptmieter war die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schitag Ernst & Young AG, die knapp 64 Prozent der Büroflächen belegte.

Mindestbeteiligung 50.000 D-Mark

Die Anleger steuerten umgerechnet insgesamt knapp 29 Millionen Euro zu dem Gesamt-Finanzierungsvolumen des Fonds von 157 Millionen Euro bei. Die Mindestbeteiligung lag bei 50.000 D-Mark (25.565 Euro).

Der Fonds geriet einige Jahre später in Schieflage, das Objekt wurde im August 2005 unter Zwangsverwaltung gestellt. Die Insolvenz des Fonds folgte im Februar 2006. Von dem Reibach aus der heutigen Transaktion haben die damaligen Anleger also nichts. (sl)

Foto: Benson Elliot