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Mittwoch, 27. April 2016

BSI-Zahlen 2015: Verband sieht positives Signal

Der Sachwerteverband BSI hat bei seinen Mitgliedern die Zahlen für das Jahr 2015 erhoben. Bei der Platzierung zeigt der Trend nach oben. So konnten die Mitglieder des Verbandes mit ihren Publikums-AIFs eine Milliarde Euro Fondsvolumen platzieren und 521 Millionen Euro Eigenkapital bei Privatanlegern einwerben, nach nur 81 Millionen Euro im Vorjahr.

Eric Romba, BSI

Bei den professionellen Investoren wurden 1,7 Milliarden Euro Fondsvolumen platziert und eine Milliarde Euro Eigenkapital für geschlossene Spezial-AIFs eingeworben (2014: 592 Millionen Euro).

Immobilien waren dabei der eindeutige Spitzenreiter: Bei den Publikums-AIFs flossen 325 Millionen Euro in diese Assetklasse, das entspricht einem Anteil von 62,4 Prozent. Das zweithöchste Platzierungsvolumen erreichten Flugzeug-Investments mit 121 Millionen Euro (23,2 Prozent). Erneuerbare Energien kamen dagegen nur auf vier Millionen Euro und verzeichneten als einzige Assetklasse einen Rückgang des Platzierungsvolumens.

Rückgang bei den Neuinvestitionen

Insgesamt wurden laut BSI rund 3,4 Milliarden Euro Eigenkapital in regulierten Vehikel wie die deutschen Publikums- und Spezial-AIFs (zusammen rund 1,5 Milliarden Euro) sowie den europäisch regulierten Luxemburger Strukturen (1,9 Milliarden Euro) platziert. Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent am gesamten von den BSI-Mitgliedern platzierten Eigenkapital.

Die restlichen 30 Prozent, zusammen rund 1,4 Milliarden Euro, entfielen auf Direktinvestments (598 Millionen Euro), sonstige Anlagen (413 Millionen Euro), Vermögensanlagen (210 Millionen Euro) und Inhaberschuldverschreibungen (217 Millionen Euro).

Die BSI-Mitglieder tätigten im Jahr 2015 insgesamt 8,9 Milliarden Euro an neuen Investitionen, nach 10,3 Milliarden Euro im Vorjahr. 83 Prozent (7,4 Milliarden Euro) davon flossen in den Bereich Immobilien, der damit weiterhin den Schwerpunkt bei den Investitionen bildet. Weitere Investitionsfelder waren Luftfahrzeuge (706 Millionen Euro), Infrastruktur (300 Millionen Euro) und Investitionen in Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien (291 Millionen Euro).

Zahl der Publikums-AIFs stagniert

Auf der Produktseite haben die BSI-Mitglieder im vergangenen Jahr 35 neue AIFs an den Markt gebracht, nach 39 in 2014. Davon waren wie schon im Vorjahr 16 Publikums-AIFs, 14 geschlossene Spezial-AIFs (2014: 15) und fünf offene Spezial-AIFs (2014: acht).

Das Volumen der Assets-Under-Management der Mitgliedsunternehmen lag Ende 2015 bei 136,1 Milliarden Euro, nach 160,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Mit 75,5 Milliarden Euro entfielen mehr als 55 Prozent der verwalteten Assets auf den Bereich Immobilien.

Immobilien bleiben auch im laufenden Jahr der Investitionsschwerpunkt der BSI-Mitglieder. 87 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, 2016 im Rahmen von geschlossenen Spezial-AIFs in Immobilien zu investieren, 74 Prozent gaben dies auch für Publikums-AIFs an.

Mehr Fonds erwartet

Bezogen auf das Verhältnis von Anbietern und Produkten erwarten die BSI-Mitglieder, dass die Zahl der Anbieter 2016 stagnieren bzw. sinken wird (je 43 Prozent der Befragten). Die Zahl der Produkte soll hingegen nach Auffassung von 78 Prozent der Befragten steigen.

Bei den Vehikeln wird nach Auffassung der BSI-Mitglieder 2016 der Spezial-AIF klarer Spitzenreiter sein, 83 Prozent der Befragten erwarten, dass die Anzahl steigen wird. 57 Prozent der Befragten gehen zudem davon aus, dass auch die Zahl der Publikums-AIFs steigen wird, 39 Prozent erwarten in diesem Bereich jedoch auch eine Stagnation. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) erwartet außerdem, dass die Zahl sonstiger Anlagen 2016 steigen wird.

BSI-Hauptgeschäftsführer Eric Romba zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen: “Die Investitionen in Sachwerte und die Zahl der neuen geschlossenen AIF sind weitgehend stabil geblieben, die Platzierungszahlen sogar deutlich gestiegen – zusammen mit den Erwartungen, die unsere Mitglieder für das laufende Jahr formuliert haben, ist das ein positives Signal für die Entwicklung der Branche.”

An der Erhebung haben 25 Mitgliedsunternehmen teilgenommen, nach 34 im Vorjahr.

Foto: BSI